Gründungsthing – Das „Gründungsding“ der Pfadfinder

  • Die Ortsgruppe wird zum eigenen Stamm „Himmelsreiter“

Am 6.9.2020 fanden sich morgens um 11 Uhr bei strahlendem Sonnenschein zahlreiche geladene Gäste auf dem Gelände des Schäferhundevereins, welches die Pfadfinder dankenswerterweise als Vereinsgelände nutzen dürfen, ein. Es gab etwas Besonderes zu feiern: die Pfadfinder-Ortsgruppe Neustadt hat sich innerhalb eines Jahres so großartig entwickelt, dass bereits nach so kurzer Zeit ein eigener Stamm gegründet werden konnte.

Dieter Trümpert, Vorsitzender von „WIR für UNS!“, begrüßte die anwesenden Kinder, Eltern, den Bürgermeister, die Vertreter der Parteien und nicht zuletzt den Bundesfeldmeister Sebastian Gentili. Er hob hervor, dass diesmal zuerst die Kinder begrüßt wurden, weil sie schließlich die wichtigsten Akteure der Pfadfinder sind. In den Gruppenstunden werde immer wieder die Erfahrung gemacht, dass die Kinder weder Handy noch Videospiele vermissen. Die sonst so hoch gelobte Digitalität wird von dem menschlichen Miteinander geschlagen.

Der Stamm der „Himmelsreiter“ besteht inzwischen schon aus zwei Wölflings-Gruppen (Kinder von 7-11 Jahren) und sowie einer Mädchen- und einer Jungengruppe (im Alter von 11-17 Jahren), was vor allem auf das große Engagement von Merve Hamel zurückzuführen ist.

Auch Bürgermeister Thomas Groll lobte in seiner Ansprache die tolle Aufbauarbeit von Merve Hamel und mit ihr auch den Verein „WIR für UNS!“, dem die Pfadfinder ja als Abteilung angehören. Die Pfadfinderarbeit leiste einen wertvollen Beitrag dabei, die Freizeit der Kinder sinnvoll zu gestalten und das Selbstbewusstsein der Kinder zu stärken. Er nutzte die Gelegenheit, den jungen Pfadfindern viel Spaß und eine tolle Zeit zu wünschen und überreichte eine Spende zum Eis essen für die „Himmelsreiter“. Außerdem wurde dem Bürgerverein erfreulicherweise eine Zuwendung aus der Ehrenamtspauschale in Höhe von 3.000 Euro zugesagt.

Der Bundesfeldmeister der Pfadfinder, Sebastian Gentili, bezeichnete die Gründung der „Himmelsreiter“ als einen Meilenstein der Pfadfindergeschichte. Die erst relativ junge Ortsgruppe der Neustädter ist in so kurzer Zeit bereits größer als die schon lange bestehenden Ortsgruppen in Frankfurt und Marburg. Sebastian Gentili lobte nicht nur den Einsatz von Merve, sondern auch den Zusammenhalt in der Neustädter Bevölkerung und die schon sehr gute Organisation der Kinder in den Gruppen.

Zuletzt ergriff noch die „Chefin“ der Neustädter Himmelsreiter das Wort. Merve Hamel erzählte davon, wie toll sich selbst schon die neuen Wölflinge, die erst seit drei Wochen dabei sind, eingefügt haben, aber auch von ihrer anfänglichen Skepsis, wie die Pfadfinder wohl in Neustadt ankommen würden. Sie selbst hat damals auch als Wölfling bei den Pfadfindern angefangen und sich über die Jahre hochgearbeitet. Erst lerne man Verantwortung für sich selbst und später dann für andere zu übernehmen. Man probiert gemeinsam Dinge aus, das schweißt zusammen für den Rest des Lebens. Sie wagte auch einen Ausblick und hoffte, dass in fünf Jahren vielleicht einer der kleinen Wölflinge schon eine Rede bei einer Veranstaltung halten wird.

„Himmelsreiter, auf die Pferde, jetzt ist unsere größte Zeit“ – mit diesem Zitat aus dem Stammeslied wurde der offizielle Teil der Veranstaltung beendet. Corona bedingt war leider kein größeres Programm- wie gemeinsames Singen – möglich. Aber das weitläufige Gelände bot die Chance auf zahlreiche Gespräche. Die jüngeren Besucher hatten die Möglichkeit sich einen eigenen Button mit dem Logo der Himmelsreiter anfertigen zu lassen.

Sandra Ramge, WIR für UNS!

Interessante Einblicke in das Leben der Pfadfinder

Letzten Samstag folgten einige von uns der Einladung von Merve Hamel, die uns das Pfadfinderleben näherbringen wollte.

Wir wurden von ihr auf dem Parkplatz des Geländes des Schäferhundevereins begrüßt. Allen widrigen Umständen zum Trotz – Corona sei Dank – wurde das Zeltlager letztlich doch durchgeführt, nachdem es mehrere Male kurz vor der Absage stand. Aber echte Pfadfinder lassen sich wohl weder von der ausgefallenen Jugendsammelwoche, noch von Corona-Beschränkungen oder Heimweh von ihren Plänen abbringen.

Am Samstag konnten wir die Lagerplätze der beiden Pfadfinder-Sippen „Nördliche Krone“ bestehend aus sechs Mädchen und „Bärenhüter“ bestehend aus drei Jungs besichtigen. Die jeweiligen Gruppenführer erklärten uns wie sie ihre Lagerplätze bestehend aus den typischen Kothen (Schlafzelten) sowie der einer Kombination aus Bank, Tisch und Kochstelle aus eigens gesammelten und bearbeiteten Stämmen, die mit verschiedenen Knoten verbunden wurden, aufgebaut haben. Sichtbar stolz entrollten beide Gruppenführer ihre Wappen. Die Jugendlichen waren bei unserem Besuch gerade eifrig dabei, das Mittagessen sowie Gerichte für den Abend vorzubereiten. Es wurde kräftig im Topf über dem offenen Feuer gerührt und Holz gesägt, um das Feuer weiter am Brennen zu halten. In der Mitte des Lagerplatzes gab es noch das große Versammlungszelt.

Wir haben uns sehr über die Einladung gefreut und es war schön zu sehen, wie begeistert sich die Jugendlichen eingebracht haben. Ein ausführlicher Bericht der Pfadfinder folgt.

Sandra Ramge, WIR für UNS!

Pfadfinder- Sein in Corona-Zeit

Was tun Pfadfinder eigentlich, wenn sie sich nicht wie sonst in Wäldern treffen können, wenn zusammen Feuermachen, Spielen und Singen nicht möglich ist?

Vor diesem Problem stehen alle Pfadfinder momentan. Wir, von der Freien Pfadfinderschaft Kreuzritter versuchen unsere Gruppenstunden durch ein regelmäßiges Onlineprogramm aufrecht zu erhalten, um auch in Zeiten der häuslichen Langeweile ein wenig Abenteuer ins Kinderzimmer zu bringen.                               

Ausgerechnet eine Woche vor Beginn des Lockdowns veranstalteten wir eine Schnupperstunde für 11- 17Jährige. Wir organisierten ein großes Geländespiel im Wald, bei dem es darum ging, Goldbarren an Grenzern vorbei zu schmuggeln, welche die Grenze in Form eines Weges bewachten und ihr Bestes taten, den dreisten Dieben keine Chance zu lassen. Nachdem die Beute gesichert war fanden wir uns alle bei prasselndem Feuer im Zelt ein und ließen das Geländespiel mit Keksen und Gesang ausklingen.

Nun hatten wir viele interessierte Jugendliche und plötzlich keine Grundlage mehr für Pfadfinderarbeit. Guter Rat war teuer, doch aus der Not heraus wurde die „Online Gruppenstunde“ geboren. Es dauerte zwar zwei Wochen, bis alle halbwegs gut mit dem Video Chat zurechtkamen und bis alle verstanden hatten, dass es nicht sinnvoll ist, wild durcheinander zu reden und dass es so etwas wie eine Funktion zum Stummschalten gibt. Letztendlich aber klappte mit der Technik alles mehr oder weniger reibungslos.

Die nächste Herausforderung war die Umsetzung der Gruppenstunde. Schnell etablierten sich einige Spiele, die auch online gut funktionierten. An Themen fokussierten wir uns auf Morsezeichen, Pfadfindergeschichte und Naturkunde. Wir hatten einige kreative Ansätze, von denen einige besser und andere schlechter funktionierten, doch im Laufe der Wochen merkten wir, was wirklich gut klappt und was nur auf dem Papier nach einer guten Idee aussah.

Auch mit unseren Wölflingen (7- 11Jahre) versuchen wir Kontakt zu halten, indem wir ihnen Videos mit Grüßen und kleinen Aufgaben schicken. Eine „Wäscheleine“ fungiert als Briefkasten, den die Wölflinge selbstständig erreichen können. So schaffen wir es auch unseren Wölflingen wenigstens ein bisschen Pfadfinderleben zurück zu geben.

Auch wenn wir durch die online Gruppenstunde wenigstens etwas Pfadfinderarbeit und Gemeinschaftsgefühl aufrechterhalten konnten, so ist sie natürlich kein Vergleich zu einer richtigen Gruppenstunde im Wald, mit echter Bewegung, Feuer und Abenteuer. Wir können ohne das Abenteuer einfach nicht das vermitteln, was uns am Herzen liegt. Das Gemeinschaftsgefühl, das Gefühl von etwas Echtem und Wahrhaftigem in der Welt. Daher wird es für uns höchste Zeit, dass wir wieder in die Wälder können und dort unser authentisches Pfadfinderleben führen können.

Für den Außenstehenden mag die Pfadfinderwelt eine Welt voller seltsamer Begrifflichkeiten, Rituale und Traditionen sein. Aber grade diese Elemente, zusammen mit dem vermeintlich einfachen Rezept, Gruppe Natur und Erlebnisse sind es, die die Pfadfinderarbeit zu etwas ganz Besonderem machen und viele Erwachsene Menschen auch Jahre nach ihrer aktiven Zeit noch stolz von sich sagen: „Ich bin Pfadfinder!“ So ist es auch hier in Neustadt passiert, dass sich aufgrund unseres Präsenz in der Zeitung zwei „Altpfadfinder“  unabhängig voneinander bei uns gemeldet haben um Kontakt aufzunehmen. Das freut uns sehr. Wir möchten hiermit ganz herzlich Hermann Schulz und „Fritz“ aus dem Wiesenhof grüßen!

Allzeit Bereit!

Leonard Böttcher, Kornett (Gruppenführer)

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 Neustädter Pfadfinder laden Kinder und Jugendlich ab 11 Jahren zur Schnupperstunde ein

Die Pfadfinderpädagogik ist Grundlage der modernen Erlebnispädagogik, sie nutzt Gruppen-Erfahrungen in der Natur, um die Persönlichkeit und soziale Kompetenzen zu entwickeln.

Die Pfadfinder sind organisiert in sogenannten Sippen von vier bis acht Mädchen oder Jungen von 11 – 17 Jahren. Abenteuer, Freundschaft und echte Erlebnisse stehen im Mittelpunkt des Pfadfinderlebens.

In den Gruppenstunden steht das Erlernen praktischer Fähigkeiten, wie der Umgang mit Messer und Werkzeug, Feuer machen, mit Seil – und Stangenverbindungen Konstruktionen wie Tische und Sitzgelegenheiten bauen, sich mit Karte und Kompass in der Natur orientieren, 1. Hilfe Ausbildung und vieles mehr, auf dem Programm.

Am Wochenende geht es mit Rucksack und Zelt auf „Fahrt“ oder ins Zeltlager. Hier ist das Erlernte von großem Nutzen. Durch das Leben in der Natur ergeben sich immer wieder Schwierigkeiten wie Zelt aufbauen im Dunkeln und Feuer machen bei Regen. Durch das gemeinsame Überwinden dieser Hindernisse wächst die Sippe zu einer festen Gemeinschaft zusammen. Jeder kann sich mit seinen Fähigkeiten einbringen und übernimmt Verantwortung für die Gruppe. Es gibt kaum etwas Schöneres als nach einem ereignisreichen Tag, abends gemeinsam am Feuer zu sitzen, zu essen und ein paar Lieder zu singen.

Bist du bereit für das Abenteuer Pfadfinder? Dann bist du herzlich eingeladen zur Schnupperstunde am Freitag, dem 13.03.2020 von 17:15 bis 19 Uhr! Treffpunkt ist der Parkplatz des Schäferhunde Vereins in Neustadt. Parallel wird es eine Infoveranstaltung für interessierte Eltern geben.

Für Fragen und nähere Infos stehen wir gerne zur Verfügung: Merve Hamel 0152 337 664 82

Übrigens: Die Pfadfindergruppe ist Teil des neugegründeten Bürgervereins „WIR für UNS!“. Seit letztem Sommer gibt es schon eine Gruppe für „kleine“ Pfadfinder von 7- 11 Jahren, Wölflinge genannt. Bis zu 18 Wölflingen treffen sich jeden Freitag, um im Wald zu spielen, zu toben und viele spannende Sachen zu lernen wie: schnitzen, Feuer machen, Zelt aufbauen und Wissenswertes über Natur und Tiere.

Merve Hamel, WIR für UNS!, Abteilung Pfadfinder

OP vom 30.11.2019

Eine Pfadfindergruppe in Neustadt?

– Antworten auf die häufigsten Fragen:

 In Neustadt gibt es Pfadfinder?

Ja, seit den Sommerferien treffen wir uns schon. Hier wird eine eigene Ortsgruppe der Freien Pfadfinderschaft Kreuzritter aufgebaut. Von diesem Verband bestehen bereits Ortsgruppen in Marburg und in Frankfurt.

Was sind denn Pfadfinder genau?

Die Pfadfinder sind eine unpolitische internationale Erziehungsbewegung. Pfadfinder ist die weltweit größte Jugendorganisation. Sie besteht aus verschiedenen Altersstufen mit spezifischer Pädagogik. Zurzeit sind ca. 41 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit Mitglied der Pfadfinderbewegung.

Und was macht man bei den Pfadfindern?

Wir sind unterwegs auf Wochenendfahrten oder im Zeltlager. Wir sind viel draußen im Wald und in der Natur. Als Gruppe halten wir fest zusammen und nehmen aufeinander Rücksicht. Wir erleben Abenteuer und es gibt jede Menge spannende Aktionen wir klettern, abseilen und Schlauchboot fahren.

Was wird in den Gruppenstunden gemacht?

Wir sind draußen und lernen Feuer machen, Zeltaufbauen, schnitzen, Knoten, wissenswertes über die Natur und noch viel mehr. Außerdem toben wir bei unseren Spielen durch den Wald und singen lautstark unsere Pfadfinderlieder.

Kann mein Kind mitmachen?

Bei uns ist jedes Kind ist willkommen! Es gibt bereits eine Gruppe für „kleine Pfadfinder“  – Wölflinge genannt für Kinder von 7 bis 11 Jahren. Die Wölflinge treffen sich immer Freitag von 1530 – 17 Uhr. Zurzeit besteht die Gruppe schon aus 16 Kindern, aber es gibt noch ein paar freie Plätze.

Gibt es auch ein Angebot für ältere Kinder?

Aufgrund der großen Nachfrage werden wir– früher als ursprünglich gedacht-  schon nach den Herbstferien ein Angebot für Kinder und Jugendlich ab 11 Jahren schaffen. Es wird eine Mädchengruppe und eine Jungengruppe geben. Gruppenstundenzeit wird immer Freitag von 17.15 bis 19 Uhr sein. Bei Interesse unbedingt melden!

Was haben die Pfadfinder mit dem „Wir für Uns! Bürgerverein“ zu tun?

Auch junge Menschen engagieren sich für die Gesellschaft. Unsere Pfadfinderortsgruppe bildet quasi die Jugendabteilung des neugegründeten Bürgervereins. Der Bürgerverein unterstützt die Arbeit der Pfadfinder und fungiert als eine Art Förderverein. Die Pfadfinder unterstützen den Verein bei Bedarf und nutzen die breite Vernetzung.

Wo kann ich mein Kind anmelden?

Entweder per Telefon 0152 337 664 82 oder eMail merve@fpkreuzritter.de. Es ist natürlich möglich eine gewisse Zeit rein zu schnuppern bevor man sich offiziell anmeldet. Alle Gruppenführer arbeiten ehrenamtlich. Die Gruppenstunden sind kostenlos, für Wochenendaktivitäten wird ein Beitrag erhoben. Nähere Informationen über unsere Pfadfinder unter www.fpkreuzritter.de

 

Freie Pfadfinderschaft Kreuzritter Ortsgruppe Neustadt

Im September hat der erweiterte Vorstand beschlossen, eine neue Abteilung zu gründen und hat die Pfadfinderschaft Kreutritter aufgenommen. 

17 Kinder haben im Rahmen von Schnupperstunden schon einen Einblick erhalten. 

Die Abteilung wird von Merve Hamel geleitet. 

Merve ist erreichbar unter:+49 (0) 1523 3766482,   per Mail: merve@fpkreuzritter.de

Wer bei den Pfadfindern mitmachen möchte, muss Mitglied im Verein WIR für UNS! werden. Entweder wird das Kind Mitglied und zahlt 6 Euro oder die Familien, dann kostet es 25 Euro im Jahr. 

Zusätzlich fallen 24 Euro jährlich an, aus denen die Aktivitäten bezahlt werden. 

Näheres erfährt man auf der Homepage: www.kreuzritter.de

Pfadfinderarbeit 

…ist Erlebnispädagogik!

Natur, Gruppe und Abenteuer!

Das war schon damals vor über 100 Jahren das Rezept von Baden Powell (Gründer der Pfadfinder). Die Stadt und den Alltag hinter sich lassen – raus in die Natur bei Sonne, Wind und Wetter. Die Natur mit allen Sinnen erleben. 

Schwierigkeiten, die gemeinsam überwunden werden, wahre Erlebnisse und echte Abenteuer.

Selber ausprobieren, “learning by doing“ und manchmal auch learning by BOING. Teil einer Gruppe sein, die sich gegenseitig beisteht und die das gemeinsam Erlebte für immer verbindet.

…ist vielseitig und ganzheitlich!

Unser Pfadfinderalltag besteht aus vielen verschiedenen Elementen. Wir erproben uns in verschiedenen Handwerken, wie Stein metzen, buchbinden und tischlern, bauen Lagerbauten nur mit Seil oder Holzverbindungen. Wir Lernen Pfadfindertechniken wie Orientierung mit (und ohne) Karte und Kompass, Knoten, 1. Hilfe, Kochen auf dem Feuer, Sternenbilder erkennen, Nutzen von Wildkräutern und vieles, vieles mehr…

Wir betätigen uns musisch und kreativ indem wir Theater spielen, Verkleidungen nähen, viel viel singen, Instrumente lernen (vor allem Gitarre), Gedichte und Lieder selber schreiben. Jede Sippe gestaltet ihre eigene Chronik mit Berichten und Zeichnungen. 

Auf Lager beginnen wir den Tag sportlich mit Frühsport oder Schwimmen, es gibt Olympiaden und verschiedene Turniere. Dabei können wir sehr laut sein. Dann wiederum sind wir besinnlich und leise, bei den Runden, wo wir Texte hören, die zum Nachdenken anregen.  

…dient der weltweiten Völkerverständigung!

Jedes Jahr zieht es uns auf mehrwöchige Fahrten und Lager ins nahe und ferne Ausland. Mit großer Neugier erleben wir fremde Kulturen, Sprachen und begegnen den unterschiedlichsten Menschen.

Stets versuchen wir Kontakt zu Pfadfindern aus anderen Ländern herzustellen. Denn Pfadfinder gibt es fast überall und die Verbundenheit und das Vertrauen ist bei allen Begegnungen zu spüren.

Wir sind Mitglied in der World Federation of Independent Scouts und haben schon mehrere Lager mit ausländischen Pfadfindern zusammen gemacht. Auch waren wir so manches Mal zu Gast bei der Union International des Guides et Scouts d´Europe.

…bildet soziale Kompetenzen!

Durch die Pfadfinderpädagogik, bilden sich soziale Kompetenzen die in der heutigen Welt sehr hoch geschätzt werden und die für das Weiterkommen einer Gesellschaft auch Notwendig sind. 

Auf Lager muss man alleine und/oder in der Gruppe tatkräftig anpacken, organisieren, vorausdenken, mit ungewohnten Situationen umgehen, Arbeitsaufträge gewissenhaft ausführen, Verantwortung für Jüngere übernehmen, führen und führen lassen, deligieren, den Lageralltag samt kochen auf dem Feuer, waschen, Lagerprogramm und Nachtruhe meistern, auf Bequemlichkeit verzichten, sich gegenseitig helfen und unterstützen und dabei – einfach – glücklich sein.

…ist moderne nachhaltige Jugendarbeit!

Ziel der Pfadfinderarbeit ist die Erziehung von Jungen und Mädchen zu selbständig denkenden, handelnden und verantwortungsbewussten Persönlichkeiten. Durch die Arbeit in den Gruppen werden starke Charaktere gebildet und gefestigt Einsatzbereitschaft, Sozialkompetenzen und Selbstbewusstsein werden in den Gruppen vermittelt und gestärkt. Jeder bringt sich individuell ein und bereichert so das Gruppenleben! 

Gerade wer in seiner Pfadfinderzeit Gruppenführer_in war, hat sich bereit in seiner Jugend beachtliche „Soft Skills“ erworben, von denen man das ganzes Leben profitieren kann.

Von der Verbundenheit, die entsteht, wenn man nach einem langen anstrengenden Fahrtentag am Feuer sitzt, gemeinsam singt oder schweigend den Tag ausklingen lässt, wird man noch seinen Enkeln erzählen 

…schärft das Verantwortungs- und Problembewusstsein!

Wir sind eine verbindliche Gruppe, in der man trotz den Eigenarten einer jeden Person zusammenarbeitet. Bei der man lernt Verantwortung für sein eigenes Handeln, aber auch das der Anderen zu übernehmen. Schon früh kann jeder Pfadfinder Verantwortung und ein Amt in der Gruppe übernehmen z.B. Materialwart und mit einiger Erfahrung auch Gruppenführer werden. Das Verantwortungsbewusstsein steigt automatisch mit der Komplexität der freiwillig übernommen Aufgabe. 

Das Abenteuer bringt es mit sich, dass man immer wieder vor kleinen und großen Schwierigkeiten steht, die eine kreative Problemlösung erfordern. Ein Feuer entfachen bei starkem Regen, Zelte aufbauen im Dunkeln, den verlorenen Weg wieder finden… Bei Problemen einen kühlen Kopf bewahren – und lächeln. Auch das lernen wir mit jedem überwundenen Hindernis ein bisschen mehr.

… fördert die Naturverbundenheit und das Gottvertrauen!

Wir erleben die Natur intensiv. Ob die Hitze auf Korsika, den eiskalten See in Norwegen, die Echtheit eines kühlen Morgennebels auf Herbstfahrt. Wir durchwandern die schönsten Gegenden Europas mit nichts als dem, was wir tragen können. Ein Zelt, Schlafsack, Essen und dazu die Gemeinschaft. 

So reduziert auf das Wesentliche, kann man sie nicht übersehen – die Schönheit der Natur. Und wenn man sie sieht, die kleinen und großen Wunder, dann fällt es oft leicht darin auch Gott zu sehen. So viele Ungewissheiten erwarten einen auf Großfahrt, aber die Erfahrung der Jahre zeigt: Wir sind steht´s gut behütet!